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5 Tipps: Wie Sie Rechenschwäche beim Kind vermeiden!

“Schwach” im Rechnen?

Haben Sie vielleicht ein Kind das Probleme beim Rechnen zeigt? Möglicherweise hat es aktuell Probleme, eventuell bestehen diese aber auch schon eine längere Zeit? Oder ist es nur ein diffuses Gefühl, es könnte etwas nicht stimmen, wenn Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben zusehen?

Dann kann dieser Beitrag Ihnen sicher weiterhelfen bei der Frage: “Wie kann ich vermeiden, dass mein Kind eine Rechenschwäche ausbildet?”

Tipp 1: Vermeiden Sie, mit Ihrem Kind das Abzählen zu üben!

Warum?
  • Ihr Kind kann schon zählen, es soll rechnen üben!
  • Zählendes Rechnen gilt in der Fachliteratur als Hauptmerkmal von Rechenschwäche. Zählt also ein Kind zu Beginn der 2. Klasse noch, statt dass es rechnet, gilt es schon als “rechenschwach”.
  • Zählendes Rechnen ist ineffektiv, es dauert zu lange bis das Kind die Aufgabe gelöst hat und viele Ergebnisse sind durch Zählfehler falsch.
  • Zählendes Rechnen mag im Zahlenraum bis 20 noch zu bewältigen sein, im Zahlenraum bis 100 reichen die Finger dann nicht mehr aus.. .
  • Zählendes Rechnen ist eine Sackgasse, aus der das Kind von alleine nicht mehr wirklich herausfindet. Jedes Kind was Rechenprobleme zeigt, rechnet zählend!
  • Zählendes Rechnen verhindert das Verstehen!
Was tun?

Vermeiden Sie das Lösen der Aufgaben an abzählbarem Material und üben Sie stattdessen mit Ihrem Kind das schnelle (simultane) Erkennen von strukturierten Mengen. Simultan bedeutet: Auf einen Blick. Das geht mit Fingerbildern oder mit anderen bildlichen Darstellungen von Mengen.

10=7+3

Ich verwende im Würfelhaus-Konzept Würfelbilder bis 5 doppelt angeordnet. So enstehen Bilder der Mengen bis 10. Hier z.B. Sieben (unten 5, oben 2). Bis 5 kennt das Kind die Würfelbilder bereits. Nun muss es nur noch lernen, die Bilder bis 10 schnell zu erfassen. Mit etwas Übung sagt das Kind recht bald zu diesem Bild “Sieben”. Jetzt liegt der Fokus auf der Menge und nicht mehr beim Abzählen. Das ist schonmal ein rießiger Fortschritt, denn das Kind kann sich jetzt auf das Rechnen üben konzentrieren und muss nicht mehr mühsam Abzählen!

Tipp 2: Achten Sie auf ein sicheres Mengenverständnis!

Warum?
  • Ein sicheres Mengenverständnis ist die Baisis für alle weiteren Anforderungen beim Rechnen.
  • Es wird in der Schule nicht immer erarbeitet; damit kommt das Kind in einen “Rückstand” den anderen Kindern gegenüber.
  • Das Kind benötigt für diesen Schritt Begleitung.
  • 95% der Kinder ohne Mengenverständnis entwickeln eine Rechenschwäche.
Was tun?

Hat ein Kind kein Mengenverständnis dann können Sie dieses über die Übung des Vergleichens von Mengen (was ist mehr/weniger, aber auch: wie viele sind es mehr/weniger) mit ihm trainieren.

Eine zweite Übung ist das Zerlegen von Mengen. Zerlegen bedeutet: Aus einer gegebene Menge zwei oder mehr Teilmengen zu bilden. So lässt sich z.B. die Menge 7 in 5 und 2, aber auch in 4 und 2 und 1 zerlegen. Verwenden Sie für diese Übungen die bereits beschriebenen Würfelbilder, so hat das Kind eine reele Chance ein sicheres Mengenverständnis auszubilden.

 

Tipp 3: Das Kind sollte immer verstehen um was es geht!

Warum?
  • Rechnen ist ganz logisch aufgebaut und klar strukturiert!
  • Verstehen Sie nicht auch alles, was beim Rechen passiert oder gefordert ist?
  • Unser dezimales Stellenwertsystem ist verbindlich; eine Vereinbarung die alle verstehen, wissen und beachten müssen!

Fehlen dem Kind diese Grundlagen, so ist das Rechnen erschwert; Aufgaben ergeben keinen Sinn.

Was tun?

Fördern Sie das Rechenverständnis Ihres Kindes. “Lesen” Sie die Aufgabe mit ihm, oder fragen Sie nach Geschichten dazu. Plus ist z.B. ein “Dazu”, demnach ist am Ende mehr da, als vorher. Eine Geschichte wäre z.B.: “Ein Vogel sitzt auf einem Baum. Er ist allein. Er singt. Da kommen noch 3 weitere Vögel und setzen sich zu ihm. Jetzt ist er nicht mehr allein. Es sind jetzt 4 Vögel die zusammen singen.” Die Aufgabe zum Aufschreiben heißt dann: 1+3=4

Tipp 4: Keine Rechentricks beibringen!

Warum?

Rechentricks behindern das Verstehen!

  • Ein Rechentrick wird meist deshalb beigebracht, weil Eltern verzweifelt versuchen ihrem Kind das Rechnen zu erleichtern
  • Das Kind kann den Trick nur verstehen, wenn es Rechnen kann. Dann braucht es aber keine Tricks mehr!
  • Denken Sie auch nicht, das Kind müsste genauso rechnen, wie sie es tun. Viele Wege führen nach Rom und Ihr Rechenweg muss für das Kind nicht der Beste oder Naheliegendste sein!
Was tun?

Lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären wie es rechnet und warum es so vorgeht. Das können Sie gut nach dem Lesen und “übersetzen” einer Aufgabe (siehe Tipp 3).

Fragen Sie es dann nach einer Lösung der mathematischen Aufgabenstellung. Z.B. 7 +9: “Kannst du ausrechnen wie viele es zusammen sind? Wie machst du das?” Hat das Kind eine Idee, besprechen Sie diese. Wichtig ist also nicht, was die Lösung ist, sondern ob der Rechenweg passt und ob das Kind damit schnell zum Ergebnis kommt. So ist z.B. das Ausrechnen der Aufgabe 3 + 9 sicher einfacher und schneller, wenn das Kind 9+1+2 rechnet (statt 3+7+2).

Tipp 5: Keine Probleme verschleppen!

Warum?

Je länger das Problem beim Rechnen besteht, desto schneller verfestigt sich die nicht effektive Strategie, bzw. desto höher ist der Motivationsverlust! Aus meiner Erfahrung ist das Problem – wenn es nicht relativ schnell wieder “vom Tisch ist”, meist grundlegender Art und zeigt, dass Basiskenntnisse fehlen, bzw. nicht richtig aufgebaut wurden. Wird dann zu lange abgewartet, wird das Problem immer größer, statt kleiner. Die Rückstände sind mit der Zeit immer schwerer aufzuholen.

Was tun?

Zeigt Ihr Kind Probleme beim Rechnen und halten diese ein paar Wochen an, müssen Sie aktiv werden. Die Schulkarriere Ihres Kindes steht dann auf dem Spiel. Lassen Sie sich auch nicht von der Lehrkraft “beruhigen”, hören Sie auf Ihre innere Stimme oder auf Ihr “Bauchgefühl”.

Sie haben zwar mit großer Wahrscheinlichkeit kein Mathe studiert, kennen dafür aber Ihr Kind ganz genau. Lassen Sie nicht zu, dass es immer mehr an Selbstwert verliert und sich am Ende als “dumm” empfindet. Sie können ihm helfen!

Im Eltern-Rechenerfolgskurs leite ich Eltern dazu an, ihrem Kind selbst zu helfen. Denn: Wenn Sie es selbst nicht tun, wie soll Ihr Kind dann schnell vorwärtskommen? Einmal in der Woche extern Üben reicht bei den meisten Kindern nicht mehr aus…  Wenn Sie Ihrem Kind helfen möchten (und davon gehe ich aus), benötigen Sie:

  • Ein gut funktionierendes, praxiserprobtes und erfolgreiches System
  • Erklärungen die Sie als Mathelaie auch verstehen können
  • Begleitung bei individuellen Problemen und Fragestellungen
  • Einen Überblick darüber, wo Ihr Kind in Mathe gerade steht
  • Die Garantie, dass Ihr Kind auch wirklich weiterkommt

Alle das biete ich Ihnen im Rechenerfolgskurs für Eltern. Hier das Online-Training dazu anschauen: Online-Training Eltern

Zusammenfassung

In diesem Beitrag habe ich alle Elemente zusammengefasst die Ihnen als Eltern meiner Meinung nach helfen, eine Rechenschwäche beim Kind zu v ermeiden. Ich weiß genau, dass das so hervorragend funktioniert. Ich weiß aber auch, dass das Üben mit dem Kind generell ohne Plan nicht einfach ist. So viele Faktoren spielen dabei eine Rolle: Die Schule vor allem, das Kind selbst, die bisherigen Übungen, das Lehrwerk des Kindes, usw. 

Wenn Sie die jetzige Situation Ihres Kindes überfordert, Ihnen alles zu kompliziert ist, wenn Sie für sich einem “roten Faden” suchen, der Sie beim Üben mit Ihrem Kind von A nach B führt, Sie klar und verständig anleitet, wenn Sie nach einem Profi suchen, der Sie dabei 100% begleitet und unterstützt,  dann sollten Sie sich meinen Rechenerfolgskurs für Eltern hier anschauen. 

Haben Sie Fragen dazu? Andere Erfahrungen? Über einen Kommentar freue ich mich.

Ihre Christine Strauß-Ehret

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  • Avatar Nina sagt:

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich bin VS Lehrerin und kenne diese Probleme nur zu gut! Leider wird wirklich oft zu lange abgegewartet. Aber mit ihren Tipps könnte vielen Kindern das Leben erleichtert werden! Liebe Grüße Nina

    • Christine Strauss-Ehret Christine Strauss-Ehret sagt:

      Danke Nina. Leider wird oft angenommen, dass sich die Probleme “auswachsen”. Damit wird das Gesamtproblem einfach in die nächste Klassenstufe verschoben… . Und am Ende sind die Kinder die Verlierer.

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